Strom aus Wasserkraft – wie Wasser zuverlässig elektrische Energie liefert

Von der Wasserkraft zur modernen Stromerzeugung

Die Nutzung der Kraft des Wassers hat eine jahrhundertelange Tradition. Mit der Entwicklung elektrischer Generatoren im 19. Jahrhundert wurde es möglich, die Bewegungsenergie des Wassers in elektrische Energie umzuwandeln. Heute zählt Wasserkraft weltweit zu den wichtigsten erneuerbaren Energiequellen und leistet einen bedeutenden Beitrag zur Stromversorgung. 

So funktioniert ein Wasserkraftwerk

In einem Wasserkraftwerk wird die Bewegungsenergie oder die Lageenergie des Wassers genutzt. Das Wasser treibt eine Turbine an, die mit einem Generator verbunden ist. Dieser wandelt die mechanische Energie in elektrischen Strom um.

Je größer die Wassermenge und die Fallhöhe sind, desto mehr Energie kann erzeugt werden. Deshalb befinden sich viele Wasserkraftwerke an Flüssen oder in bergigen Regionen mit natürlichen Höhenunterschieden.

Laufwasserkraftwerke

Laufwasserkraftwerke nutzen den natürlichen Wasserfluss eines Flusses oder Baches. Sie erzeugen kontinuierlich Strom, solange ausreichend Wasser vorhanden ist. Da sie ohne große Speicher auskommen, eignen sie sich besonders für Gewässer mit gleichmäßigem Wasserfluss.

Speicherkraftwerke

Speicherkraftwerke halten Wasser in einem Stausee zurück. Bei erhöhtem Strombedarf wird das Wasser gezielt über Turbinen geleitet und zur Stromerzeugung genutzt. Dadurch können sie flexibel auf den Strombedarf reagieren und das Stromnetz unterstützen.

Pumpspeicherkraftwerke

Pumpspeicherkraftwerke sind eine besondere Form der Energiespeicherung. Bei einem hohen Stromangebot wird Wasser in ein höher gelegenes Speicherbecken gepumpt. Steigt später der Strombedarf, fließt das Wasser wieder bergab und erzeugt erneut elektrische Energie.

Damit tragen Pumpspeicherkraftwerke dazu bei, Strom zeitversetzt bereitzustellen und Schwankungen im Stromnetz auszugleichen.

Chancen und Herausforderungen der Wasserkraft

Wasserkraft zählt zu den erneuerbaren Energiequellen. Bei der Stromerzeugung im Kraftwerk entstehen keine direkten CO₂-Emissionen. Gleichzeitig weist das Umweltbundesamt darauf hin, dass Wasserkraftanlagen in Gewässerökosysteme eingreifen können. Moderne Anlagen setzen deshalb unter anderem auf Fischaufstiegsanlagen, Mindestwasserregelungen und weitere Maßnahmen, um Auswirkungen auf Gewässer und Fischbestände zu verringern.

Quelle: Umweltbundesamt – Nutzung der Wasserkraft

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Ökostromzertifikat (PDF)>

Weitere Informationen zu Herkunftsnachweisen finden Sie hier: Umweltbundesamt – Herkunftsnachweise für Strom aus erneuerbaren Energien